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Als Vino de Autor oder Autorenwein wird ein Wein bezeichnet, der den persönlichen Stil des Weinmachers zum Ausdruck bringt. Oft handelt es sich hier um Weine aus besonderen Lagen oder von alten Reben, die in limitierter Auflage abgefüllt werden.
Die hochwertigen Albariza-Böden bilden das Herzstück der Sherry-Region "Jerez Superior". Sie sind im Tertiär entstanden und haben einen Kreideanteil von über 60 Prozent. Die Besonderheit dieses porösen, extrem sonnenlichtreflektierenden Bodens besteht darin, dass er Wasser wie ein Schwamm aufsaugen kann, um dann während der Trockenheit an der Oberfläche zu verkrusten ohne Aufzubrechen. Dadurch ist es möglich, über lange Zeit die Feuchtigkeit zu speichern und bei Bedarf an die Wurzeln abzugeben.
Spanisches Anbaugebiet im äußersten Nordosten von Katalonien gelegen, vom starken Nordwind "Tramontana" beeinflußt, mit milden Wintern und heißen Sommern. Karge Böden, Granit in den Bergregionen, Schwemmland in der Ebene und Schiefer in den Küstenzonen. Die Hauptsorte ist Cariñena. Nicht einheimische Rebsorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot scheinen den zukünftigen Charakter der Weine dieser Region zu bestimmen.
Der lateinisch-griechische Begriff bedeutet alteingesessen, eingeboren, bodenständig. Der bei der Beschreibung von Rebsorten häufig verwendete Ausdruck besagt, dass die Rebe in der Gegend, wo sie entstanden ist, bis heute traditionell angebaut wird. Die Anpassung der Reben an ihre Umgebung über einen langen Zeitraum hinweg verleiht ihnen Eigenschaften, die sich unter anderen Umständen nicht herausbilden können.
Barriques
sind kleine Eichenholzfässer mit einem Fassungsvermögen von 225 Litern, die zum Ausbau und zur Reifung
hochwertiger Weiß- und besonders Rotweine eingesetzt werden. Neue und wenig gebrauchte
Barriques können so ihre Aromastoffe an den Wein abgeben.
Nur der aus dem ersten Pressungsabschnitt stammende Most wird als Blütenmost bezeichnet.
Spanische Bezeichnung für Weinkellerei, Weinhandlung, aber auch privaten Weinkeller.
Das spanische Wort für Weinmacher, Kellermeister.
Das Bukett bezeichnet den Geruch eines Weines in der Nase. Diese Wahrnehmung ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Weinen. Man kann dadurch erste Hinweise auf die Weinqualität erhalten.
Bruchprophylaxe bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen, die Bruchschäden in windreichen Weinbergen verhindern.
Spanische Bezeichnung für einen Wein, der mindestens 24 Monate gereift sein muss, bevor er in den Handel kommt. Sechs Monate davon muss die Reifung im Barriques erfolgen, die restliche Zeit in der Flasche. Ausnahmen sind die Anbaugebiete Ribera del Duero und Rioja mit einem vorgeschriebenen Minimum von 12 Monaten Barrique.
Cava ist der Name für spanischen Qualitätsschaumwein aus der Denominatión Cava, der mittels traditioneller Flaschengärung erzeugt wird. Edel und elegant, temperamentvoll und rassig - mit Cava verbindet sich Lebensfreude. Die Método tradicional ist ein festgeschriebenes Verfahren, welches Schritt für Schritt die Herstellung des Cavas festlegt. Wesentlich dabei ist, dass der Schaumwein nur in der Flasche gärt und mindestens neun Monate auf der Hefe reift.
Denominatión Cava (D. Cava) ist die geschützte Bezeichnung für einen streng kontrollierten Qualitätssekt aus angegebenen Herkunftsgebieten. Das vorgeschriebene Herstellungsverfahren ist die traditionelle Flaschengärung mit einer Mindestlagerzeit von neun Monaten auf der Hefe.
Weine werden ausschließlich aus den Trauben gekeltert, die auf den eigenen Weinbergen in Weingutnähe gewachsen sind.
Cuvée stammt vom dem französischen Wort Cuve, was soviel heißt wie Bottich oder Weinbehälter. Im ursprünglichem Sinne bezeichnete dies, eine bestimmte Menge Wein in einem Behälter. Heute versteht man unter einer Cuvée den Verschnitt, bzw. die kunstvolle Komposition aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Lagen.
Der Begriff bedeutet Verschnnitt und wird hauptsächlich in der Schaumweinherstellung verwendet, wo Most und Wein aus unterschiedlichen Jahrgängen und unterschiedlicher Herkunft gemischt werden.
Spanisches Gremium für die Überwachung des D.O. Reglements.
Begriff aus der Herstellung von Cava. Der Hefe- bzw. Sedimentpfropfen wird durch die Vereisung des Flaschenhalses und vorsichtiges Öffnen des Kronkorkens entfernt, ohne dass der kostbare Inhalt dabei die Flasche verlässt. Erst dann erhält der Cava Korkpfropfen sowie Drahtverschluss.
Unter Dekantieren versteht man ursprünglich das vorsichtige Umfüllen von Wein aus der Flasche in ein anderes Gefäß, um den Bodensatz vom Wein zu trennen. Heute dient das Umfüllen eher der Belüftung des Weines, damit sich seine Aromen besser entfalten können.
Als Depot bezeichnet man den Bodensatz, der sich nach längerer Lagerung hauptsächlich aus Farb- und Gerbstoffen bildet.
Die Bezeichnung D.O. ist die Abkürzung für Denominatión de Origin und wird für Weine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung vergeben. Diese Weine müssen aus einer genau festgelegten Region stammen und vorgegebene Qualitätskriterien hinsichtlich Rebsorten, Hektarertrag, Vinifikationsmethoden und Ausbauart erfüllen.
D.O.Ca. ist die Abkürzung für Denominación de Origin Calificada. Die Bezeichung entspricht der höchsten Stufe der D.O.(Denominación de Origin). Bisher gibt es nur zwei: D.O.Ca. Rioja und D.O.Ca. Priorat.
Um die beim Degorgieren verlorene Flüssigkeit zu ersetzen, wird Cava von gleicher Herkunft und/oder sogenannter Versandlikör verwendet. Dabei handelt es ich um Most oder Süßwein, der die Eigenschaften des Cava ergänzt. Die Dosage bestimmt mit seinem jeweiligen Zuckergehalt den Cava-Typ. Wird keine Dosage beigefügt, erhält der Cava die Bezeichnung Brut Natur.
Der Begriff wurde von Bodegas Marqués de la Concordia geprägt, die in zwei für den Weinbau extremen Standorten Reben kultivieren. Im Norden der Rioja mit 680 Meter über dem Meeresspiegel befindet sich ein Weinberg der Kellerei. Das ist der höchste Ort, an dem in der Rioja überhaupt Weinbau betrieben wird. Ausgenutzt wird dafür ein bestimmtes Mikroklima im Schatten des Kantabrischen Gebirges. Wichtig dabei ist, dass die Reben so lange wie nur möglich in der Sonne stehen, da in dieser Höhe ein kühleres Klima herrscht. Bodegas Hacienda de Susar wiederum befindet sich in der südlich gelegenen Rioja Baja und verkörpert das klimatische Gegenteil. Hier herrscht ein viel wärmeres Klima, dass den Tempranillo oft in die Überreife treibt. Deshalb wurden an diesem Standort internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und besonders Syrah kultiviert. Die daraus erzeugten Weine sind Cuvées und erhalten einen experimentellen Status vom Consejo Regulador.
Die Gärung wird in kleinen Eichenholzfässern durchgeführt. Das verleiht dem Wein eine komplexere Aromatik, ist jedoch sehr aufwändig und teuer.
Heller, trockener und jung zu trinkender Sherry mit einem Alkoholgehalt von 15-15,5 Vol.Prozent, der sich ausgezeichnet als Aperitif eignet. Die Reifung des Finos erfolgt unter einer Hefeschicht, die Velo Flor genannt wird. Diese schützt den Sherry vor Oxidation und verleiht ihm den charakteristischen Geschmack. Fino aus der Gegend von Sanlúcar de Barrameda schmeckt übrigens salziger und heißt Manzanilla.
Spanische Bezeichnung für das maschinelle Rüttelpult bei der Herstellung von Cava.
Rotwein: mindestens fünf Jahre Lagerung, davon mindestens zwei Jahre Fasslagerung
Weiß und Rosé: mindestens vier Jahre Lagerung, davon mindestens sechs Monate Fasslagerung.
Von Traditionsgütern wird diese Zeit oft sogar noch überschritten. Das neue spanische Weingesetz
von 2003 reduzierte die vorgeschriebene Mindestausbauzeit im Barrique
von 24 auf 18 Monate.
Jahrgangswein ohne Fasslagerung (in Ausnahmefällen für kurze Zeit im Barrique gelagert).
Das Anbaugebiet befindet sich im Nordosten Spaniens und umfasst die traditionellen Weinbaugebiete Ampurdan, Conca de Barberá, Costers del Segre, Penedès, Pla de Bages, Priorat, Tarragona und Terra Alta. Katalonien ist größtenteils deckungsgleich mit den in Katalonien bestehenden kontrollierten Weinbaugebieten, zuzüglich einiger einzelner Gemeinden mit Weinbautradition. Das Klima Kataloniens wird stark vom Mittelmeer beeinflusst: heiße, trockene Sommer wechseln sich mit milden, regenreichen Wintern ab. Es gibt eine Vielzahl von Böden und kultivierten Rebsorten, so dass die Weine Kataloniens sehr verschieden ausfallen.
Kastilien besteht aus den drei autonomen Gemeinschaften: Kastilien-La Mancha, Madrid und Kastilien-León. Zusammen stellen diese drei die größte und bevölkerungsreichste Region Spaniens dar. Das Klima ist extrem kontinental, mit Temperaturen, die zwischen 40-45 Grad im Sommer und Minus 10 bis Minus 12 Grad im Winter schwanken. Es gibt wenig Niederschläge, das Gelände ist eben und befindet sich in etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kommen in der Regel einfache Weine aus dieser Region.
Der 1926 gegründete Consejo Regulador ist der Kontrollrat für Wein für die kontrollierten Anbaugebiete Spaniens. Es handelt sich dabei um ein vom Landwirtschaftsministerium dezentralisiertes Organ mit Entscheidungsbefugnissen in den Bereichen, die ihm in der entsprechenden Satzung zugeteilt werden. Wichtige Aufgabe bestehen in der Qualitätskontrolle der geschützten Weine, der Image-Werbung sowie, im sozioökonomischen Bereich, der Interessenvertretung des Sektors durch die Förderung von berufsgruppenüberschreitenden Abkommen.
Bei der Kohlensäuremaischung oder auch Macération Carbonique findet die Bildung von Ethanol durch traubeneigene Enzyme innerhalb der intakten roten Beere statt. An dieses Verfahren sind einige technische Besonderheiten gekoppelt. Zum einen muss die Traube unverletzt sein, zum anderen muss ein Schutzgas über die Trauben in einem geschlossenen Behälter gelegt werden, um den Sauerstoffeinfluss auszuschließen. Dieses Gärverfahren bringt verstärkt fruchtige Aromen und ein würziges weiches Tanninim Rotwein hervor.
Kork ist ein Naturprodukt, dass aus der Rinde der Korkeiche geschnitten wird und hauptsächlich als Verschluss für Weinflaschen eingesetzt wird.
siehe: Crianza, Reserva, Gran Reserva
Bezeichnet das Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa zwei Meter Höhe. Es wird beeinflusst von der Beschaffenheit des Bodens und des Pflanzenbewuchses.
Malolaktische Gärung, auch biologischer Säureabbau genannt. Nach der alkoholischen Gärung kann unter bestimmten Bedingungen die weineigene Apfelsäure durch Milchsäurebakterien in die mildere Milchsäure umgewandelt werden. Dieser Vorgang hat großen Einfluß auf das Geschmacksbild eines Weines.
Bezeichnet einen Sherry Fino aus der Gegend um Sanlúcar de Barrameda. Er schmeckt etwas salziger als ein normaler Fino.
In fünf Unterzonen der Navarra wird unter sehr unterschiedlichen Bedingungen eine beeindruckende Vielfalt an Weinen hergestellt. Der Norden mit seinem kühlen, atlantischen Klima bringt hervorragende Weißweine hervor, aber auch feinfruchtige Rotweine. Im trockeneren Süden wachsen vorwiegend gehaltvolle Rote auf Kalk-, Lehm und Sandböden. Die Unterzonen heißen: Baja Montaña, Ribera Baja, Ribera Alta, Tierra Estella, Valdizarbe
Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet die Lehre des Weines (oinos und logos). Sie ist ein Studienbereich in Weinbau- und Produktion. Die Önologie wird auch als Kellerwirtschaft bezeichnet und befasst sich vor allem mit dem Keltern und dem Reifen des Weines.
Oxidation entsteht durch den Kontakt des Weines mit Sauerstoff, wodurch sich Farbe, Geruch und Geschmack verändern. Besonders in der Phase der Weinherstellung versucht der Weinmacher dies zu vermeiden, weil dadurch Weinfehler entstehen können. Dagegen benötigen Rotweine mit ausgeprägter Tanninstruktur während ihrer Reifezeit den Sauerstoffkontakt, um ihre Aromen besser entfalten zu können.
In der Regel versteht man darunter die fest begrenzte Lage eines Weinbergs. Terroir ist das französische Wort für Gegend, es beschreibt das Zusammenspiel von Klima und Boden unter dem Einfluss einer Vielzahl von Faktoren: Temperatur und Niederschlag, Sonnenenergie- und Einstrahlung, Bodenrelief (Topographie), die physikalische und chemische Zusammensetzung des Bodens (Geologie) und Bodenfeuchtigkeit (Hydrologie).
Einer der einflussreichsten Weinkritiker weltweit. Der aus den USA stammende Jurist bewertet in seinen Publikationen (der Zeitschrift The Wine Advocate sowie in diversen Fachbüchern) die Weine nach einem 100 Punktesystem, was sich preisbildend auf den internationalen Weinmarkt auswirkt.
Das Weinbaugebiet mit kontrollierter Herkunft liegt in der Provinz Katalonien am Mittelmeer. Es herrscht mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Die Böden sind arm an organischer Materie, wenig fruchtbar mit guter Wasserspeicherfähigkeit. Die weißen Rebsorten Macabeo, Xarel-Lo und Parellada bringen leichte, fruchtige Weine hervor. Auch Chardonnay wird in zunehmenden Maße angebaut. Bei den Roten dominieren junge und leichte Weine aus den einheimischen Rebsorten Garnacha und Tempranillo. Im Barrique ausgebaute Weine sind entweder sortenreine internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot oder deren Verschnitt mit einheimischen Rebsorten.
Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gerechnet werden. Natürliche Polyphenole kommen in Pflanzen als bioaktive Substanzen wie Farbstoffe (z.B. Flavonoide), Geschmacksstoffe und Tannine vor. Es sind verschiedenste Inhaltsstoffe, die dem Rotwein quasi medizinische Qualitäten aus der Natur-Apotheke verleihen und Polyphenole, die schon den Rebstock vor Krankheiten schützen und bei der Weinherstellung in diesen übergehen ohne ihre medizinische Wirkung zu verlieren, tragen ihren Teil dazu bei. Dass das Vorkommen gerade im Rotwein so hoch ist, liegt daran, dass bei der Herstellung oft Stiele, Schalen und Kerne, in denen die Phenole vor allem stecken, mitgekeltert werden. In Eichenfässern gelagerte Rotweine sind noch wirkungsvoller, da sie mehr Tannine enthalten.
Die Gesamtheit der verschiedenen Rebsorten eines Weingutes oder Anbaugebietes.
Die Reblaus kam Mitte des 19. Jahrhunderts über die Pyrenäen nach Spanien und vernichtete innerhalb weniger Jahre einen Großteil der Rebbestände. Eine Ausnahme bildete die Region Rioja. Die Reblausplage erreichte die Rioja später, aber zu dieser Zeit waren die meisten Reben bereits auf Unterlagen amerikanischer Wildreben gepfropft und somit resistent. Damals wanderten viele französische Winzer nach Spanien aus und brachten ihr ausgereiftes Know-how der Kellertechnik mit.
Die Rueda liegt in Kastilien zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und
Toro und reicht im Norden bis zum Duero.
Bekannt ist das Weinanbaugebiet für seinen Weißwein, die Hauptrebsorte ist
Verdejo. Durch neue Techniken wie
das frühzeitige Lesen, dem schnellen Transport der Trauben zum Keller sowie dem Pressen der Trauben unter einem
Schutzgaspolster konnte ein neuer Weintyp mit eleganter Frucht und belebender Frische geschaffen werden.
Die Weinberge liegen in einer Hügellandschaft in 600 - 800m Höhe. Die besseren Lagen
befinden sich im allgemeinen näher zum Duero. Die typischen, stark kieshaltigen Böden lassen
nur geringe Erträge zu. In der D.O. zugelassen sind die Trauben
Verdejo,
Viura
(oder Macabeo),
Sauvignon Blanc und
Palomino.
In den letzten Jahren hat die Ribera del Duero eine Renaissance erlebt wie kaum ein anderes Weinanbaugebiet Europas. Der saftige, körperreiche sowie farbintensive Stil hat die Weine der Region in die Spitze des spanischen Weinbaus gehoben. Weine aus Ribera del Duero zeichnen sich durch eine feste Tanninstruktur und spürbare Anteile an neuem Holz aus. Selbst im Alter von 20-30 Jahren behalten die Weine eine charaktervolle Balance zwischen gereifter Frucht und würzigem Tannin.
Rot: mindestens drei Jahre Lagerung, davon mindestens ein Jahr Fasslagerung
Weiß und Rosé: mindestens zwei Jahre Lagerung, davon mindestens sechs Monate Fasslagerung.
Das Weinbaugebiet Rioja befindet sich im Norden Spaniens. Durch seine Lage verfügt es über hervorragende natürliche Voraussetzungen für den Anbau und die Herstellung von Qualitätsweinen. Flächenmäßig umfasst es 63.500 Hektar. Die klimatischen Verhältnisse sind durch einen Wechsel von atlantischen und mediterranen Einflüssen gekennzeichnet. Im Norden der Rioja dominieren terrassierte Kalk-Ton-Böden, im mittleren Gebiet stark eisenhaltige Tonerde, weiter südlich mit Kieselgeröll durchsetztes Schwemmland. Besonders die roten, fassgelagerten Riojas sind weltberühmt. Tempranillo ist dabei die Hauptrebsorte, unterstützt von Garnacha, Graciano und Mazuelo. Ihr außerordentlich hohes Alterungspotential, ihre Güte und Vielschichtigkeit haben dazu geführt, dass Rioja-Weine zur Riege der weltbesten Weine gehören. Die Weissweine werden vorwiegend auf Basis der Viura-Traube hergestellt. Malvasia und Garnacha-Blanca sind außerdem zugelassen.
Die Rioja Alta
ist mit rund 20500 ha. die größte der drei
Unterregionen der Rioja. Sie befindet sich vorwiegend unter atlantischem Klimaeinfluss.
Die Reben wachsen hier auf Kalk-Tonböden, stark eisenhaltiger Tonerde sowie Schwemmlandböden und bringen Weine
mit hohem Alterungspotenzial hervor.
Die Rioja Baja befindet sich im südlichen Teil der Rioja und umfasst 18000 Hektar. Sie liegt im Einflussbereich des mediterranen Klimas mit wärmeren Temperaturen und weniger Niederschlag. Die für den Weinbau genutzten Böden sind vorwiegend mit Kieselgeröll durchsetztes Schwemmland in Flußnähe sowie stark eisenhaltige Tonerde. Hier sind die Rebflächen ebener und großflächiger. Es dominiert der Anbau von Garnacha über den sonst vorherrschenden Tempranillo. Die erzeugten Weine sind Rotweine und Rosados mit höherem Alkoholgehalt und milder Säure.
Die etwa 11500 Hektar der Anbaufläche der Rioja Alavesa befinden sich unter dem Einfluss des Zusammenwirkens von atlantischem und mediterranem Klima, wobei die Einflüsse des atlantischen Klimas dominieren. Die Reben wachsen in terrassierten Weinbergen auf Kalk-Tonböden, meist in kleinen Parzellen. Hier werden sowohl junge, als auch für Ausbau und Reifung geeignete Weine erzeugt.
Ein Begriff der bei der Herstellung von Cava verwendet wird. Bei diesem Vorgang werden die Hefereste, die sich an der Flaschenwand festsetzen durch rütteln in den sogenannten Rüttelpulten entfernt. Dieser manuelle Vorgang wird heute teilweise mechanisch mit Hilfe des Girasol-Systems ausgeführt, ohne dass dies die Qualität beieinträchtigt.
Mit diesem Begriff bezeichnet man allgemein die Lehre von den Sinneseindrücken (Aussehen, Geruch und Geschmack) zur Beurteilung der Qualität von Weinen.
Sherry ist ein verstärkter Likörwein aus dem andalusischen Städtedreieck Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa Maria. Er wird nach einem bestimmten Reifeverfahren hergestellt und erhält dadurch sein spezielles Aroma.
Solera ist ein Verfahren zur Reifung des Sherrys, bei dem mindestens drei, oft aber auch mehr Fässer übereinander gestapelt werden. Es ist nach der untersten Fassreihe benannt, aus welcher der zum Verkauf bestimmte Sherry entnommen wird. Das Verfahren sieht vor, jedem Fass nur maximal ein Drittel des Inhalts zu entnehmen. Die fehlende Menge wird aus der Fassreihe darüber nachgefüllt, die zweite Reihe wird wiederum aus der dritten Reihe darüber nachgefüllt. Dieses Prinzip setzt sich bis zur obersten Fassreihe fort. Die dort entnommene Menge wird nun mit jungem Wein ersetzt. Auf diese Weise wandert der junge Wein von oben nach unten durch das System und wird dabei kontinuierlich mit den älteren Jahrgängen verschnitten. So entsteht das typische Sherry-Aroma und über Jahre hinweg wird eine gleichbleibende Qualität der einzelnen Sherry-Marken erzielt.
Die Kleinstadt im Nordosten der Provinz Cadiz liegt an der Mündung des Flusses Guadalquivir in den Atlantik. Durch die hier herrschende hohe Luftfeuchtigkeit kann sich der Hefeflor auf dem Sherry bei der Reifung besonders gut entwickeln. Dadurch entsteht die Spezialität Sherry Fino - Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda genannt - mit ausgeprägt salzig, mandelartigen Aromen.
Tannine sind Gerbstoffe. Sie gehören zur Gruppe der Polyphenole und kommen in den Stielen, Kernen und Traubenschalen vor. In Abhängigkeit von der Rebsorte und Art der Behandlung gelangen mehr oder weniger Tannine in den Wein. Sie spielen beim Altern von Weinen eine wichtige Rolle. Tannine können in verschiedenen Abstufungen Bitter schmecken sowie trockend wirken.
Tinas sind traditionelle Großgefäße aus französischer Eiche in denen der Wein fermentiert und gelagert wird. Heute kaum noch im Einsatz.
Terroir bezeichnet die natürlichen Gegebenheiten, die einen Rebenstandort kennzeichnen (Klima, Boden, Topografie, usw.)
Bei der Herstellung von Cava wird der Cuveé Hefe und Zucker beigemischt, dies wird Tirage genannt. Durch die Tirage, oder Schaumgabe wird die zweite Gärung in der Flasche hervorgerufen.
Methode zur Schaumweinherstellung. Die zweite Gärung findet wie bei der traditonellen Methode in der Flasche statt. Nach der Reifezeit wird dann aber der noch trübe Sekt in einen vorgespannten Behälter gedrückt und filtriert, um die Hefe vom Sekt zu trennen. Nach Fertigstellung wird der Sekt wieder in Flaschen gefüllt.
Die D.O. Uclés ist mit 1500 ha. eine der kleinsten spanischen Weinbaugebiete und auch eine der jüngsten. Sie liegt in der Provinz Cuenca und Toledo in südöstlicher Richtung von Madrid. Bei den roten Rebsorten sind Tempranillo, Garnacha, Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot zugelassen. Derzeit gibt es noch keine zugelassenen weißen Rebsorten. Verdejo, Chardonnay, Moscatel de grano menudo, Sauvignon blanc und Macabeo sind im Gespräch.
Ein Weinbaugebiet im südichsten Teil von La Mancha. Das Klima ist ausgeprägt kontinental mit geringen Niederschlägen. Für Weißweine werden als Hauptsorte Airen und etwas Macabeo angebaut. Bei den Roten dominiert die Cencibel (Tempranillo), es sind aber auch Garnacha und Cabernet Sauvignon zugelassen. Die Weine aus Valdepeñas nehmen 35 Prozent der Gesamtexporte der D.O. Weine ein.
siehe: Dosage
V.O.S. ist die Abkürzung für: Very Old Sherry und bezeichnet Sherry-Raritäten, die ein Durchschnittsalter von mindestens 20 Jahren.
V.O.R.S. ist die Abkürzung für: Very Rare Old Sherry und bezeichnet Sherry-Raritäten, die durchschnittlich mindestens 30 Jahre im Solera gereift wurden. (Very Old Rare Sherry/Vinum Optimun Rare Signatum)
Bei der Reifung von Sherry Fino, Manzanilla und Amontillado bleibt die gelblich-weiße Florhefeschicht aufgrund des geringen Alkoholgehaltes und der hohen Luftfeuchtigkeit auf der Oberfläche des Weines erhalten. Diese Schicht wird Velo de Flor genannt. Sie verhindert die Oxidation des Sherrys und bewirkt die Entstehung der sherryspezifischen Aromen.
Vinifikation bezeichnet den Vorgang der Herstellung von Weinen, ausgehend von der Traube bis hin zur Abfüllung des fertigen Weines.
Vino de la Tierra bedeutet Landwein. Vino de la Tierra (VdT) ist auch die Bezeichnung für Gebiete, in denen sich Winzer und Kellereien auf geographischer Ebene zusammengeschlossen haben, um ihr eigenes Qualitäts-Management zu gestalten. Das Ziel ist, auf diesem Wege in der Zukunft als geschütztes Herkunftsgebiet (Denominación de Origen) anerkannt zu werden.
Vino de Mesa ist das spanische Wort für Tafelwein. Es bezeichnet einfachere Weine, die weder die Anforderungen für Vinos de la Tierra noch die der D.O. Weine erfüllen. Es gibt in der Zwischenzeit viele erstklassige Weingüter außerhalb der D.O.s, die die Bezeichung wählen und die für sich beanspruchen, weit über der Qualität des Appellations-Durchschnitts zu liegen.
Der Begriff ‘Vino de Pago’ bezeichnet Weine aus einzelnen Weinbergen die ganz spezifische
Eigenschaften aufweisen. Der Pago-Status ist die höchste Qualitätsstufe für spanischen Wein und entspricht dem französichen
Grand Cru. In vielen Regionen der Welt gelten diese Weine als besonders interessant, charaktervoll und wertvoll.
In Spanien ist das auch so, wobei eigentlich schon seit Jahrzehnten viele Riojas Lagenweine sind. Dennoch gab es lange keine
rechtsverbindliche Bezeichnung für diese besonderen Weine. Diese Lücke wurde 2003 mit dem neuen spanischen Weingesetz geschlossen
und seitdem ist der Begriff ’Vino de Pago‘ (oder ‘Vino de Finca’ in Katalonien)
geschützt. Die Regelungen sind zwar von Region zu Region etwas unterschiedlich, aber gemeinsam ist der strikte Wille zu höchster Qualität.
Für die Rioja und
Navarra
bedeutet dies, dass es sich um ein abgetrenntes Weingut mit eigenen Weinbergen handelt. Die Mindestgröße wurde mit 10 Hektar
festgeschrieben. Weiter muss die Lage seit mindestens zehn Jahren innerhalb der Produktionsfläche der
D.O.eingetragen sein. Der Lagenwein muss seit mindestens
5 Jahren kommerziell genutzt worden sein, die analytischen Daten müssen besser sein und der Ertrag niedriger als für herkömmliche
D.O. Weine. Eine Rolle spielen auch die klimatischen und geologischen Qualitägen der Lage. Ein Gremium ähnlich dem
Consejo Regulador entscheidet. Eine Pago-Bezeichung kann sich auch auf Gebiete außerhalb von
D.O.-Gebieten beziehen, beispielsweise gibt es mehrere Pagos die als eigenständige
gelten und die nur aus einer einzigen Bodega bestehen die diese besonderen
Qualitätsansprüche erfüllt.