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Rebsorten in Spanien


Tempranillo

Synonyme: Tinta del Pais, Aragonés, Tinto Fino, Cencibel, Tinta de Toro, Ull de Llebre, Tinta Roriz, Ojo de Liebre.

Tempranillo ist die bedeutendste rote spanische Rebsorte. Ihr Name leitet sich vom spanischen Wort temprano ab, das "früh" bedeutet und besagt, dass diese Rebsorte früher als andere ausreift. Tempranillo hat kleine, dickschalige Beeren und dient zur Erzeugung dunkler, langlebiger Weine. Diese zeichnen sich durch elegante Weiche und süße Tannine aus, weshalb sie auch schon als Jungweine trinkbar sind. Ihre wahre Größe zeigt die Tempranillo aber erst nach Jahren der Reifung in Barriquas. Traditionell wird gern amerikanische Eiche eingesetzt.

Tempranillo Blanco

Eine erst kürzlich entdeckte weiße autochthone Rebsorte der Rioja. Durch Mutation der roten Tempranillo entstanden. Ihre Trauben ergeben einen kraftvollen, charakteristischen Weißwein.

Viura (Synonym: Macabeo)zum Seitenanfang

Viura wird auf 15 Prozent der Anbaufläche der Rioja kultiviert und nimmt damit die erste Stelle bei den Weißweintrauben ein. Die ertragreiche Rebe produziert Weine mit deutlich wahrnehmbarer Säure und sehr eigenständigem Geschmack. Meist werden leichte, erfrischende Weine aus ihr gekeltert, die jung trinkbar sind. Die Viura-Traube dient traditionell aber auch zur Herstellung körperreicherer Weine, die im Holzfass vergoren bzw. im Barrique ausgebaut werden. Solche Weine benötigen 2-4 Jahre, um ihre optimale Reife zu erreichen. Die Viura ist schließlich auch deshalb eine der wichtigsten weißen Rebsorten Spaniens, weil sie bestens geeignete Grundweine für die Cava-Herstellung liefert.

Garnacha Tinta

Die Garnacha Tinta ist die meistangebaute und in fast allen Regionen des Landes vertretene rote spanische Rebsorte. In der Rioja nimmt sie ungefähr 18 Prozent der Rebflächen ein. Sie stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, erträgt Trockenheit und Hitze und erweist sich auch den typischen Weinkrankheiten gegenüber als weitestgehend resistent. Charakteristisch für ihre Weine ist ein voller Körper mit Aromen von reifen roten Früchten. Sie zeigt ein eher verhaltenes Tannin, gepaart mit würzigen Aromen. Ihr Säuregehalt ist besonders niedrig. Obwohl sie insbesondere als Verschnittsorte gerne verwendet wird, kann die Garnacha Tinta auch sortenrein herausragende Weine erbringen, wie alte Rebbstände des Priorats beweisen.

Garnacha Peluda

Garnacha Peluda ist eine Variante (Mutation) der Garnacha tinta. Der Unterschied zwischen den Sorten liegt darin, dass die Garnacha Peluda (peluda = haarig, pelzig) auf der Unterseite der Blätter stärker behaart ist.

Garnacha Blancazum Seitenanfang

Die rustikale Garnacha Blanca ergibt angenehme Weine mit schöner Säure und besonders hohem Alkoholgehalt. Sie ist wahrscheinlich durch eine Mutation der Garnacha Tinta entstanden. Mit lediglich 30 bepflanzten Hektar beansprucht sie einen überaus bescheidenen Anteil der Rebfläche der Rioja.

Mazuelo (Synonyme: Cariñena, Carignan)

Mazuelo ist eine besonders ertragreiche Rebsorte, die sehr viel Wärme braucht, um auszureifen. Der aus ihr bereitete Wein hat eine kräftige Farbe, viel Säure, wenig Frucht und reichlich Tannin. Reinsortige Mazuelo-Weine erscheinen deshalb rauh im Geschmack und von eher bescheidener Aromenvielfalt. Allerdings können sie sehr lange gelagert werden. Mazuelo ist neben Graciano die seltenste Rebsorte der Rioja. Nur etwa 3,5 Prozent der Rebfläche sind mit ihr bepflanzt. Weltweit besser bekannt ist die Mazuelo übrigens unter dem Namen Carignan Noir.

Godello

Die Godello-Traube ist sicherlich die beachstenswerteste Traube der östlichen und südlichen Bereiche Galiciens. Sie ist von hoher Qualität und aromatischer Kraft. Der aussergewöhnliche Charakter vereint Apfel- und tropische Früchte mit frischen Blüten- und Kräuternoten, einem saftigen Körper mit ausgewogener, reifer Säure und einer typischen Zartbitternote im Nachhall. in den letzten Jahren wird ihre Einführung stark vorangetrieben, insbesondere in der Herkunftsbezeichnung von Valdeorras. Sie gilt in den Herkunftsbezeichnungen von Valdeorras und Bierzo als Haupttraubensorte.

Graciano

Die Graciano-Traube gehört zu den Urtypen der Rioja. Ihre Beeren sind tiefschwarz und dünnschalig. Sie verleihen dem Wein eine lebendige Säure und ein intensives, sehr angenehmes Bukett. Unter den Bedingungen der Holzfasslagerung reifen Graciano-Weine zu großer Eleganz und Finesse. Da ihre Reben jedoch nur einen geringen Ertrag erbringen, hatte man diese Sorte bis in die jüngste Vergangenheit etwas vernachlässigt. Sie zählt heute neben Mazuelo zu den seltensten Rebsorten der Rioja. Es gibt jedoch Anzeichen für eine bevorstehende Renaissance: die exzellente Qualität der Graciano-Traube hat in letzter Zeit wieder mehr Winzer ermutigt, sich mit ihr zu beschäftigen.

Maturana Tintazum Seitenanfang

Maturana Tinta ist eine uralte, hochwertige rote Rebsorte der Rioja, deren Bestand vor wenigen Jahren auf 20 Rebstöcke zusammengeschrumpft war. Die Kontrollbehörde hatte also mehr als einen guten Grund, als sie diese Sorte 2007 in die Liste der zugelassenen Rebsorten aufnahm. Maturana Tinta ergibt farbintensive, säurereiche Weine, die dank ihrer soliden Tanninstruktur gut altern können. Typisch für solche Weine sind ihre pfeffrigen Nuancen.

Maturana Blanca

Autochthone, vom Aussterben bedrohte weiße Rebsorte der Rioja. Sie ist sehr wachstumsstark und ergibt charakteristische Weine mit viel Säure. Sie wurde 2007 vom Consejo Regulador wieder für die Herstellung von weißem Rioja zugelassen.

Maturana Parda

Eine sehr alte autochthone rote Rebsorte, die seit dem Jahr 2007 für den roten Rioja sortenrein oder im Verschnitt zugelassen wurde. Sie bringt feingliedrige Weine mit feiner Würze hervor.

Monastrellzum Seitenanfang

Synonyme : Moristel, Monastel, Matao, Mourvedre.

Monastrell ist eine rote Rebsorte, die ursprünglich aus Spanien stammt, wo sie früher Matao oder Moristel genannt wurde. Auch heute noch ist sie vor allem in Spanien (Yecla, Jumilla, Valencia und an der Mittelmeerküste) verbreitet, aber auch in Südfrankreich (als Mourvèdre), Australien und Kalifornien. Monastrell ist eine spät reifende Rebsorte, deshalb kann sie nur in heißen Gebieten angebaut werden. Ihre Trauben liefern einen aromatischen, tanninreichen, dunkelfarbigen Wein, der einer langen Flaschenreife bedarf. Sie wird hauptsächlich im Zusammenspiel mit anderen Rebsorten eingesetzt, z.B. für den Chateauneuf-du-Pape, in letzter Zeit aber auch zunehmend reinsortig. Monastrell ist auch ein wichtiger Bestandteil im Rosado Cava. Seit 2007 steht sie auf der Liste der für den roten Rioja zugelassenen Rebsorten. In der Literatur wird die Sorte Mourvèdre gerne mit der Rebsorte Graciano verwechselt, da eines der Synonyme des Graciano ebenfalls Morrastel ist.
In der Literatur wird die Sorte Mourvèdre gerne mit der Rebsorte Graciano verwechselt, da eines der Synonyme des Graciano ebenfalls Morrastel ist.

Xarel-lo

Die ertragreiche weisse Rebsorte Xarel-Lo wird vorwiegend in der Region Katalonien in der D.O. Penedés kultiviert. Sie wird zusammen mit Parellada und Macabeo vorwiegend zur Cava-Herstellung eingesetzt, wobei ihre Weine körperreicher als die der beiden anderen ausfallen.

Malvasiazum Seitenanfang

Gerade einmal 0,25 Prozent der Rebfläche in der Rioja sind mit Malvasia bepflanzt. Die gelb-rötliche Weißweintraube bringt einen intensiven Wein mit interessantem Geschmack, kräftiger Säure und geschmeidiger Konsistenz hervor. Gemischt mit Viura bildet die Malvasia die Grundlage für die großen, fassausgebauten weißen Riojas. Ihr Most bring eine moschusartige Schwere in die Cuveé und nimmt beim Fassausbau sehr gut das Vanille-Aroma des Barriques an. Bemerkenswert ist die Geschichte der Malvasia: bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein brachte man dieser Traube eine hohe Wertschätzung entgegen, da ihre schweren süßen Weine sehr begehrt waren.

Malvasia Riojana

Malvasia Riojana ist eine weiße Rebsorte die in der Rioja und im Penedès angebaut wird. Meist wird sie gemeinsam mit anderen weißen Rebsorten für die Herstellung von Stillweinen eingesetzt. Ein Synonym ist Subirat Parent.

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ergibt hocharomatische, körperreiche und alterungsfähige Weißweine, deren Bukett an den Duft von Wildrosen und Orangenblüten erinnert. Die Rebe stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden und liefert nur einen geringen Ertrag. Ihre Herkunft ist ungewiss, die größte Anbaufläche befindet sich heute im Elsass.

Parelladazum Seitenanfang

Die edelste unter den traditionellen spanischen Weißweintrauben. Sie wird im katalanischen Anbaugebiet Penedés als eine der drei Hauptsorten für die Produktion von Cava, aber auch für sortenreine Weißweine sowie als Verschnittpartner für Chardonnay und Sauvignon Blanc verwendet. Sie reift spät und liefert Weine mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt. Die mittelgroßen Beeren ergeben aromatische, frische und fruchtige Weine, die jung getrunken werden sollten.

Parraletazum Seitenanfang

Rote Rebsorte aus der Region D.O. Somontano in Aragon, aus Ihr werden leichte, aromatische Weine hergestellt.

Cabernet Sauvignon

Die Rebsorte Cabernet Sauvignon zählt zu den berühmtesten roten Rebsorten überhaupt. Ihre Heimat ist das Bordelais, sie hat aber inzwischen weltweit Verbreitung gefunden. Cabernet Sauvignon reift spät und liefert kleine, dunkelblaue und dickschalige Beeren. Der aus ihnen erzeugte Wein schmeckt in seiner Jugend nach schwarzer Johannisbeere, ist gerbstoffbetont und adstringierend. Im Lauf der Reifung mildert sich die kantige Art der Gerbstoffe, es entwickeln sich geschliffene Weine mit vielschichtigen Aromen. Cabernet Sauvignon wird gern reinsortig ausgebaut, ist aber auch ein beliebter Verschnittpartner, z.B. in der Komposition mit Merlot.

Chardonnay

Chardonnay ist eine alte weiße Rebsorte, die ursprünglich aus Vorderasien stammt. Sie erfreut sich heute großer Beliebtheit und wird inzwischen weltweit angebaut. Chardonnay stellt hohe Ansprüche an den Standort und gedeiht am besten auf tiefgründigen, kalkhaltigen und warmen Böden. Sensorisch ist diese Rebsorte ein Chamäleon. Sie kann frische, leichte Weine ergeben, aber auch körperreiche, im Barrique gelagerte, langlebige Kreszenzen. Eine wichtige Rolle spielt der Chardonnay auch bei der Sektherstellung (z.B. Champagner oder Cava).

Alcañónzum Seitenanfang

Alcañón ist eine weiße autochthone Rebsorte, die im Nordosten Spaniens in Somontano am Fuß der Pyrenäen angebaut wird. Die Anbaufläche beträgt hier rund 100 Hektar. Sie bringt nicht zu schwere, aber sehr eigenständige Weine hervor.

Moscatel de Gran Menudo (Synonym: Apinae)

Diese weiße Rebsorte gehört zur großen Muskatellerfamilie und zählt zu den ältesten Rebsorten überhaupt. Den Römern war sie unter dem Namen Apinae bekannt, d.h. sie wurde nach der Honigbiene benannt, weil diese sich vom Duft der Beeren angezogen fühlte. Sie verfügt über sehr süße, mittelgroße runde Beeren, aus denen ein hocharomatischer, körperreicher und langlebiger Wein gekeltert werden kann.

Merlot

Merlot Ist eine berühmte französische Rebsorte, die sehr dunkle Weine ergibt und zu den am häufigsten angebauten Rotweinsorten weltweit zählt. Sie reift relativ früh. Ihre Beeren sind sehr süß und fleischig, die daraus entstehenden Weine schmecken nach reifen Früchten und sind angenehm weich. Merlot-Weine - die über eine mittlere oder geringe Lagerfähigkeit verfügen - gibt es oft sortenrein, die Rebsorte wird aber auch gerne für den Verschnitt verwendet.

Pinot Noir (Synonym: Spätburgunder)zum Seitenanfang

Pinot Noir bzw. Spätburgunder ist eine edle und sehr alte rote Rebsorte. Man nimmt an, dass sie aus den Wildreben des westlichen Mitteleuropa selektiert wurde. Sie verlangt viel Aufmerksamkeit vom Winzer und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Für ihre optimale Reifung benötigt sie die konstante Wärme kühlerer Weinbaugebiete, klimatische Verhältnisse also, wie man sie z.B. im Burgund und in Deutschland antrifft. Pinot Noir erbringt bei geringem Ertrag auf kalkhaltigen Böden die besten Qualitäten. Ihre dünnhäutigen Beeren verlangen eine sehr sorgsame Behandlung und sind anfällig für viele Rebkrankheiten. Junge und leichte Weine aus der Pinot Noir-Rebe überzeugen durch ihre ausgeprägten Fruchtaromen und ihre samtige Würze. Barrique-Weine aus der Pinot Noir-Rebe sind dichter und komplexer und bedürfen einiger Zeit der Reife.

Pedro Ximénez

Synonyme: Pedro, PX, Pedro Jiménez, Pedro Ximen, Ximen, Alamis.

Pedro Ximénez ist eine spanische weiße Rebsorte, die vor allem in Andalusien angebaut wird. Sie ist neben Palomino die zweitwichtigste Rebsorte bei der Herstellung von Sherry. Ihre Trauben erreichen sehr hohe Zuckerwerte, werden aber oft zusätzlich noch auf Stroh getrocknet, um mehr Extrakt zu erzielen. Es gibt reinsortige Pedro Ximénez-Weine von beinahe zähflüssiger Konsistenz, die sich durch eine süße, üppige Aromatik auszeichnen und über eine lange Lagerfähigkeit verfügen. Pedro Ximénez wird aber auch trocken ausgebaut. Die Rebsorte, is auch Bestandteil des Malaga-Weins.

Syrahzum Seitenanfang

Syrah ist eine alte, hochwertige und kleinbeerige rote Rebsorte, deren Heimat das Rhonetal in Frankreich ist. Sie treibt spät aus und reift auch spät, wofür sie heißes und trockenes Klima benötigt. Ihre Trauben ergeben einen kräftigen, tiefdunklen Wein mit beerigem Aroma und beachtlichem Tannin. Nach Jahren der Reifung können ihre Weine zu den größten der Welt zählen.

Sauvignon Blanc

Die Heimat dieser weit verbreiteten weißen Rebsorte liegt in Frankreich an der Loire. Die besten Weine kommen auch heute noch aus dieser Region, aus den Anbaugebieten Sancerre und Pouilly-Fumé. In Abhängigkeit vom Klima kann die Sauvignon Blanc grundsätzlich zwei unterschiedliche Weintypen liefern: einen schlanken von Stachelbeer- und Zitrusaromen geprägten Wein, dessen lebendige Säure belebend und erfrischend wirkt, sowie einen körperreichen vollmundigen Wein, der nach Pfirsisch, Ananas und anderen exotischen Früchten duftet.

Verdejo

Verdejo, wichtige Rebsorte in Spanien Verdejo ist eine weiße spanische Rebsorte. In ihrer Heimat, der Rueda, beansprucht sie 45,7 Prozent der Rebfläche, jedoch wird sie auch in anderen kastilischen Weinbaugebieten kultiviert. Ihre Weine erreichen eine exzellente Qualität, wenn die Reben auf kargen, steinigen Böden wachsen. Traditionell wurden aus der Verdejo körperreiche, sherryartige Weine hergestellt. Heute wird die Traube kurz vor der Vollreife in den frühen Morgenstunden gelesen und unter modernster Gärführung gekeltert. Dadurch erbringt sie einen intensiv fruchtigen, frischen Wein mit charakteristischer Kräuternote im Abgang. Verdejo lebt von seiner limonigen Frische und sollte jung getrunken werden. Die Traube wird zwar auch reinsortig ausgebaut, meist jedoch trifft man sie im Verschnitt mit Viura, Sauvignon Blanc und Palomino Fino an.

Die Verdejo-Traube ist seit Hunderten von Jahren in der Rueda heimisch. Ihre Ursprünge datieren auf die Zeit von König Alfonso VI in das 11. Jahrhundert zurück, als die Täler der Duero-Flusses durch Basken und Muslimen aus südlicheren Regionen bevölkert wurden. Vermutlich wurde die Verdejo-Traube durch die sogenannten Mozaraber aus Nord Afrika mitgebracht.

Palomino

Synonyme: Palomino Fino, Jerez, Xeres, Alban-Palomino.

Palomino ist eine alte, weiße Rebsorte, die wahrscheinlich aus Andalusien stammt. Hier nimmt sie heute noch 90 Prozent der Rebfläche für die Sherry-Produktion ein. Die spätreifende Traube ist starkwüchsig und hat enorm viel Behang. Sie benötigt für ihre Kultivierung ein trockenes und nur mäßig heißes Klima. Beste Qualitäten erbringt sie auf den weißen Albariza-Böden des Sherry-Gebietes. Die aus Palomino gewonnenen Weine sind meist leicht, säurearm und schmecken relativ neutral. Sie neigen zur Oxidation und eignen sich damit hervorragend für das Solera-Verfahren der Sherry-Produktion. Man bezeichnet sie oft als typische Sherry-Traube. Sie bildet die Grundlage für viele Sherry-Typen. Finos und Manzanillas bestehen reinsortig aus Palomino.

Airénzum Seitenanfang

Airén ist eine weiße Rebsorte, die ausschließlich in Spanien angepflanzt wird. Sie ist flächenmäßig die meistangebaute jener Rebsorten der Welt, die zur Weinerzeugung genutzt werden. Airén ist recht anspruchslos und sehr widerstandsfähig gegen Hitze und Dürre. Ihre Weine schmecken relativ neutral und weisen einen hohen Alkoholgehalt auf. Traditionell ist Airén ein beliebter Verschnittpartner, der dem Cuvée Körper und Weichheit verleiht. Die Traube wird aber auch gern als Grundwein für spanische Weinbrände eingesetzt. Wird Airén nach den Methoden moderner Gärführung gekeltert, ergibt die Rebsorte frische, jung trinkbare und feinfruchtige Weine.

Torrontészum Seitenanfang

Torrontés ist eine autochtone weiße Rebsorte, die im Jahr 2007 in der Rioja für Weißwein zugelassen wurde. Sie kann im Cuvée oder auch sortenrein ausgebaut werden. Ihre Weine sind relativ körperreich und mild in der Säure. Sie scheint mit der bedeutendsten argentinischen Weißweinsorte Torrontés Riojana verwandt zu sein.

 


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