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Kataloniens Hauptstadt Barcelona ist gewiss einer der interessantesten und lebendigsten Orte der Welt.
Unter der Vielzahl der Sehenswürdigkeiten seien als Beispiele die Bauten des berühmten
Architekten Gaudi genannt, das Museum des
Surrealisten Miró,
die Altstadt, die Kathedrale oder die von pulsierendem Leben geprägten
Ramblas, die Flanierstraßen im Zentrum der Stadt.
Das Olympiagelände oder der Hafen sind weitere Attraktionen, die neben einer großen Zahl von typisch spanischen oder modern-exklusiven Bars,
architektonisch und gastronomisch interessanten Restaurants sowie extravaganten Boutiquen, Galerien und Läden den Besucher einnehmen.
Im Penedés sind natürlich die Cava-Kellereien eine der Hauptattraktionen.
Die größeren sind alle auf Besucher eingerichtet, aber auch die kleineren Betriebe bieten zumeist einen Kellerbesuch
in familiärer Atmosphäre an. Villafranca del Penedés mit seinem alten Marktplatz und dem Weinmuseum
ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in kleinere Dörfer, etwa nach St. Marti Sarroca, wo man die Reste
einer römischen Siedlung betrachten kann, oder nach Castellvi de la Marca mit seiner mittelalterlichen Burgruine.
An der Küste ist Sitges der schönste unter vielen malerischen Badeorten. Etwas außerhalb des
Penedés gehört natürlich das
Kloster Montserrat zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Auf dem Gipfel eines steilen Felsmassivs wurde 1025 ein Kloster errichtet, in dem noch heute etwa 80 Mönche leben. Hier steht die
‘Schwarze Madonna’, eine berühmte Skulptur aus dem 12. Jahrhundert, über dem Hochaltar der Basilika. Nördlich von Katalonien sind die Orte
Figueras mit dem Salvador Dali-Museum
oder Perelada mit Burg und Casino einen Abstecher wert.
Da Katalonien seit jeher enge Beziehungen zu Frankreich und Italien unterhält - das ‘catalán’ ist schließlich als romanische Sprache zwischen französisch, italienisch
und spanisch angesiedelt -, wundert es nicht, dass der Einfluss dieser Länder auch in der regionalen Küche seine Spuren hinterlassen hat. Die ‘Bullabesa’
beispielsweise ist die katalanische Version der Bouillabaisse,
und das Weihnachtsessen ‘Canalones’ ähnelt nicht nur dem Namen nach den Canelloni. Gleichwohl versteht sich, dass die in ganz Spanien hoch angesehene
katalanische Küche darüber hinaus eine Vielzahl regionaltypischer Spezialitäten anzubieten hat.
Dazu gehört das Pa amb tomàquet Jamón y Queso
als unverzichtbarer Teil eines klassischen, reichhaltigen Frühstücks - zu dem auf dem Land immer noch Bratkartoffeln und Wein serviert werden - ebenso wie
Calcots amb Romesco,
Rovellons al Ajillo, Perdiz en Chocolade,
Zarzuela de Pescado und natürlich die berühmte
Crema Catalana als Nachtisch.
Basis vieler Gerichte sind fünf Saucen: die Knoblauchsauce All-i-Oli,
die Nuß- und Kräutersauce Picada, die Romesco aus Paprika, gerösteten Mandeln, Knoblauch, Brot und Tomaten,
die Zwiebel-Gemüse-Sauce Samfaina und das in Spanien weit verbreitete Sofrito aus Tomaten,
Zwiebeln, Olivenöl und gelegentlich auch Knoblauch. Reis, Fisch und Braten stehen oft auf dem Speisezettel.
Doch bei aller Tradition darf man nicht vergessen, dass die katalanische Küchenszene - neben der baskischen - zu den kreativsten Spaniens gehört. Die moderne katalanische
Mittelmeerküche hat auf unnachahmliche Weise eine Brücke gebaut zwischen Tradition und regionalen Produkten einerseits und einer leichten,
kreativen und modernen Küche auf der anderen Seite. Ohne Zweifel kann man sagen, dass die katalanischen Spitzenköche in dieser Hinsicht
stilbildend gewirkt haben. Eine ganze Reihe von Restaurants bzw. Küchenchefs wurden dadurch über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Es ist also kaum verwunderlich,
dass Spitzenrestaurants nirgends so dicht gesät sind wie hier.
Das ist jedoch im Grunde wieder Traditionspflege: Eines der ersten gedruckten Bücher der Welt war ein katalanisches
Kochbuch: die Rede ist vom "Llibre del coch", erschienen im Jahre 1477.

Wenn Salvador Dali in seinem Haus in Port Lligat Besucher empfing, bot er ihnen stets ein Glas Cava Castillo Perelada Rosado an. Dali und Miguel Mateu, der Gründer von Bodegas Castillo Perelada, führten jahrelang eine umfassende Korrespondenz.