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Die Region Jerez liegt im Nordwesten
der Provinz Cádiz, und damit im Süden der iberischen Halbinsel.
Eingerahmt wird sie von den Flüssen Guadalquivir und Guadalete. Die Jerez-Region, das ist
Andalusien in seiner schönsten Ausprägung: viel Licht, das Meer und eine Landschaft mit weißen, rollenden Hügeln, die mit Weizen,
Sonnenblumen und Rebstöcken bepflanzt sind.
Zum Norden hin liegt der majestätische Guadalquivir-Fluss, auf der anderen Seite der Flussmündung schließt sich das Naturschutzgebiet
Coto Doñana an.
In südlicher Richtung finden sich Weinberge und Pinienwälder, während auf dem Weg ins Landesinnere die sanften Hügellandschaften immer ausgeprägter werden und so die Nähe
des schönen Cádiz-Gebirges ankündigen. Vom Westen her beeinflusst der Atlantik die gesamte Region von Sanlúcar bis
nach Chiclana, denn die kühle Meeresbrise wirkt mäßigend auf die Temperaturen der langen und heißen Sommertage. Berühmte, zum Teil schon
vor Jahrtausenden erstmals besiedelte Städte der Region sind Cádiz, Jerez de la Frontera (das Zentrum der Weinbauregion Jerez),
El Puerto de Santa Maria und Sanlúcar de Barrameda, um nur einige zu nennen.
Hinsichtlich der Herkunft der Sherrys unterscheidet man nach "Produktionsgebiet" und "Ausbaugebiet".
Die D.O. Manzanilla-Sanlúcar de Barrameda teilt sich mit der D.O. Jerez-Xérès-Sherry das Produktionsgebiet, die Aufsicht durch denselben Kontrollrat und die Ausbaumethode, das sogenannte Criadera-Solera-Verfahren.
Das Klima in der Sherry-Region wird stark durch die Nähe des Atlantischen Ozeans beeinflusst. Wie ein Morgennebel fällt die kühle, feuchte Seeluft auf die
Reben und mildert so den Einfluss der Sommerhitze und der heißen östlichen Winde. Insbesondere in Sanlúcar de Barrameda und in
El Puerto de Santa Maria sind die von Westen wehenden Winde von Bedeutung, denn sie sorgen dafür, dass die Sommertemperaturen hier bis zu 10°C niedriger
ausfallen, als dies ohne diesen Einfluss der Fall wäre. Die Luftfeuchtigkeit kann bis zu 90% betragen.
In der Sherry-Region scheint an beinahe 300 Tagen im Jahr intensiv die Sonne. Regen fällt vor allem in den Monaten von Oktober bis Mai; in dieser Zeit bilden sich die Grundwasser-Reserven,
von denen die Pflanzen in den trockenen Sommermonaten zehren. Zwar ist es auch im September in der Regel noch sehr trocken, das aber ist für die Reifung der Trauben durchaus von Vorteil.
Hinzu kommt eine Besonderheit des Sherry-Dreiecks: die sogenannten Albariza-Böden.
Das sind leuchtend weiße Kalkböden, die große Mengen von Wasser speichern können und so die Reben vor Trockenheit schützen. Der Boden saugt das Wasser wie ein Schwamm auf und verfügt,
zumal sich seine Oberfläche in der trockenen Zeit verschließt, in außerordentlichem Maße über die Fähigkeit, dieses auch zu speichern. Die Reben können daher bei Bedarf das gespeicherte
Wasser über ihre Wurzeln aufnehmen und werden so auch in Trockenperioden mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt.
Die klimatischen Bedingungen und die Besonderheit des Bodens begünstigen somit sowohl die optimale Entwicklung der Reben, als auch die perfekte Reifung der Trauben bis zum Zeitpunkt der
Ernte. Alle Faktoren zusammen verhelfen dem Sherry zu seiner speziellen Charakteristik.
Die porösen Albariza-Böden reflektieren das Sonnenlicht und verhindern die Verdunstung.
Im Herzen der Sherry-Region liegt Jerez de la Frontera. Hier steht das von den Mauren erbaute Alcázar.
Das Alcázar ist eine gut erhaltene Festungsanlage aus dem 12. Jahrhundert.
Schöne Gartenanlage mit Stadtpalast auf dem Gelände des Alcázar.
In der Küstenstadt Sanlúcar de Barrameda wird Manzanilla-Sherry ausgebaut. Nur hier gibt das Mikroklima das den Ausbau dieses besonderen Sherrys ermöglicht.
Der Nationalpark Coto Doñana an der Costa de la Luz in Andalusien ist eins von Spaniens wichtigsten Feuchtgebieten.
Verwunschener Garten in Andalusien.