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Typische Sherrys


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Die Sherry-Typen

Seine Vielfalt ist eine der herausragenden Eigenschaften des Sherrys. Finos, Olorosos, Amontillados und ihre Gattungsverwandten sind verschiedenartige Weine, deren Farbpalette genauso umfangreich ist, wie ihre Aromen, Geschmacksnuancen und Texturen vielseitig sind. Als Faustregel kann gelten: Je heller der Sherry, desto trockener ist er – und umgekehrt: je dunkler, desto süßer.

Bedingt durch die Art der Vergärung (vollständig oder nur teilweise) und die verwendete Traubensorte entstehen entweder sehr trockene Weine: Vinos generosos, oder aber außerordentlich süße: Vinos dulces naturales. Der Verschnitt beider Arten führt wiederum zu andersartigen Weinen mit unterschiedlichem Süßegrad: Vinos generosos de licor.

Trocken: Vinos Generosos

Vinos generosos sind gemäß Definition der Kontrollbehörde trockene Weine mit maximal 5 g/l Restzuckergehalt. Der Most wird bei diesen Sherry-Arten vollständig vergoren. Am Ende der Vergärung bildet sich eine Hefeschicht auf dem Grundwein, der sogenannte Flor. Der Flor schützt den Wein vor Oxidation; Finos und Manzanillas reifen ausschließlich unter dem Flor und erhalten so ihre charakteristischen Aromen. Andere Sherrys reifen zunächst wie Finos und Manzanillas unter einem geschlossenen Flor, durchlaufen dann aber noch eine Oxidationsphase. Beim Oloroso verhindert die Aufsprittung des Weins gleich zu Beginn die Entwicklung des Flors, diese Sherrys reifen ausschließlich oxidativ. Wenn der Grundwein fertig ist, entscheidet der Kellermeister, wie der Sherry weiter ausgebaut wird und welche Sherry-Sorten aus dem Grundwein entstehen.

Süß: Vinos Generosos de Licor

Vinos Generosos de Licor sind gemäß der Regelung des Kontrollrats Weine, die durch die traditionellen Verschnittmethoden aus Vinos Generosos und Vinos Dulces Naturales, oder, in manchen Fällen, Mostkonzentrat, hergestellt werden. Dabei handelt es sich um Weine mit unterschiedlichen Süßegraden, deren Zuckergehalt aber immer über 5 Gramm pro Liter liegt.

Natürlich süß: Vinos de Jerez Dulces Naturales

Die Vinos de Jerez Dulces Naturales entstehen aus sehr reifen oder sonnengetrockneten Trauben der Rebsorten Pedro Ximénez oder Moscatel. Der aufgrund der vorhergehenden Trocknung sehr zuckerhaltige Most wird nur teilweise vergoren, um den größten Teil der natürlichen Süße zu erhalten. Aus diesem Grund wird nach Gärungsbeginn Weingeist zugesetzt. Die auf diese Art entstandenen Weine reifen danach im direkten Kontakt mit dem Luftsauerstoff. Dadurch nehmen sie eine dunkle Mahagonifarbe an und werden sichtbar dickflüssig. Entsprechend der verwendeten Traubensorten unterscheidet man zwischen folgenden natürlichen Süßweinen:

Spezialitäten

Es gibt unter den Sherrys eine Reihe von Raritäten, die mehr als 20 oder sogar 30 Jahre im Solera-System reifen. Diese Sherrys tragen auf ihrem Etikett die Abkürzungen VOS (= very old Sherry) für ein Durchschnittsalter von mindestens 20 Jahren und VORS (very old rare Sherry) für ein Durchschnittsalter von mindestens 30 Jahren. Auf Betreiben der Bodegas werden seit 2005 auch Weine mit einer Mindestreifung zwischen 12 und 15 Jahren mit einer Altersbezeichnung versehen.

Die klassischen Rebsorten für Sherry

Die Regelung des Kontrollrats weist drei Weißwein-Rebsorten für die Sherry-Herstellung aus: Palomino, Pedro Ximénez und Moscatel.

 

Sherry-Rebsorte Palomino

 

 

Sherry-Typen im Überblick


Sherry-Verkostung

 

Trocken: Vinos Generosos

 

Süß: Vinos Generosos de Licor

 

Süß: Vinos dulces naturales

 

Sherry-Verkostung

Kurz vor der Verkostung von Manzanilla in Sanlúcar de Barrameda.

 

Sherry-Verkostung

In der Moschee des Alcázars in Jerez de la Frontera fand ein minutiös vorbereitete Verkostung statt.

 

Flor

Die Reifung des Finos erfolgt unter einer Hefeschicht, die Velo Flor genannt wird. Diese schützt den Sherry vor Oxidation und verleiht ihm den charakteristischen Geschmack. Fino aus der Gegend von Sanlúcar de Barrameda schmeckt übrigens salziger und heißt Manzanilla.

 

Alter Rebstock

Alter Palomino-Rebstock bei Vinicola Soto.