Die Geographie der Navarra
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Das Weinanbaugebiet der Navarra liegt südlich von Pamplona in den Ausläufern der Pyrenäen und in
Richtung des Ebro-Tals, das wiederum die Grenze zur spanischen Flachland darstellt. Während der Norden Navarras vom grünen und feuchten Südhang der
Pyrenäen mit seinen Wäldern und Flüssen geprägt ist, erstreckt sich südlich von
Pamplona das weinreiche Hügelland zum Ebro hin. Die fünf Weinbau-Subzonen der
D.O. Navarra konzentrieren sich auf die Mitte und den Süden der Region. Die Subzonen heißen
Tierra Estella, Valdizarbe, Baja Montaña, Ribera Alta und Ribera Baja und zeichnen sich durch unterschiedliche Klimazonen und Böden aus.
Diese Verschiedenheit prägt den individuellen Charakter der Weine und ist die Basis für den Nuancen-Reichtum der Navarra-Weine.
Die Subzonen der Navarra
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Tierra Estella
Tierra Estella ist das am weitesten westlich gelegene Teilgebiet der D.O. Navarra. Sein Zentrum ist die Stadt
Estella am Jakobspilgerweg
mit ihrer denkmal-geschützten Altstadt und vielen historischen Sakralbauten. Die Region umfasst insgesamt 38 Gemeinden, zu denen Weinbauorte wie Alo, Arellano, El Busto, Los Arcos und Torres del Rio
gehören. Auf ca. 1.800 Hektar wird hier Wein angebaut, das entspricht etwa 15 Prozent der gesamten Anbaufläche der Navarra.
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Valdizarbe
Diese Subzone liegt im Herzen der Navarra und setzt sich aus 25 Gemeinden zusammen. Auf ca. 1.100 Hektar erzeugen Winzer gebietstypische Weine.
Zu der Region gehören durch den Jakobspilgerweg bekannte Ortschaften wie Puente de la Reina, sowie Obanos, Cirauqui
und Ucar.
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Baja Montaña
Baja Montaña liegt im Nordosten der Navarra. Ujue, San Martin de Unx und Sangüesa gehören zu den bekannteren
Weinbauorten der Region mit ihren rund 2.500 Hektar Weinbaufläche und setzt sich aus 22 Gemeinden zusammen.
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Ribera Alta
Mit ca. 3.300 Hektar Anbaufläche ist die Region Ribera Alta die zweitgrößte Subzone der Weinbauregion Navarra. Auch hier wächst der
Wein rund um Städte mit großer Vergangenheit, gut erhaltene Baudenkmäler sind z.B. Tafalla, Olite Lerin und Marcilla.
Es gibt 26 Gemeinden in der Ribera Alta.
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Ribera Baja
Ein Drittel mit 4.600 Hektar der gesamten Anbaufläche der D.O. liegt in der Ribera Baja.
Es gibt 16 Gemeinden in dieser Subzone. Im trockenen, heißen Klima dieser Region gedeihen gehaltvolle Weine. Zu den Bezirken gehören Ortschaften wie Tudela,
Arguedas, Barillas, Castejon und Corella.
Das Klima und die Böden in den Subzonen
Obwohl der nördlichste Zipfel der D.O. Navarra in der Luftlinie gerade 100 km vom südlichsten Punkt des Anbaugebiets in der
Ribera Baja entfernt ist, herrschen in den verschiedenen Teilgebieten die unterschiedlichsten klimatischen Verhältnisse.
Grund dafür ist die Lage der Region durch die eine eine Klimagrenze verläuft, einerseits dem feuchten und kühlen atlantischen Klima und andererseits mit dem heißen, trockenen Mittelmeerklima.
Entsprechend unterschiedlich sind die Witterungs- und Niederschlagsbedingungen in den Subzonen der D.O. Navarra, die entscheidenden
Einfluss auf die Qualität der Weine haben. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen pendeln zwischen 680 und 593mm.
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Tierra Estella, Valdizarbe und Baja Montaña
Die drei nordwestlichen Teilgebiete der D.O. stehen unter dem Einfluss des atlantischen Klimas. Die durchschnittliche jährliche
Niederschlagsmenge beträgt ca. 600mm, die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 12 Grad Celsius. Kühle und regenreiche Winter
lösen sich mit trockenen, mäßig heißen Sommern ab.
In den Hügelregion der Baja Montaña findet man viele rötliche, bzw. gelblich gefärbte Böden. Am Oberlauf des Flusses Aragon sind die
Böden kalkhaltig und von entsprechend kalkweißem Aussehen. Die starke Wärmerefflektion dieser Böden bedingt ein besonders warmes Mikroklima. In den Regionen Valdizarbe
und Tierra Estella überwiegen rötlich-graue Böden auf lehmiger Grundlage mit Eisenbeimischungen. Zwischendurch finden sich hier intensiv rote Böden - beispielsweise in
der Ortschaft Mañeru.
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Ribera Alta
Hier gewinnt bereits das trockenere und wärmere Mittelmeerklima an Einfluss. Die jährliche Niederschlagsmenge nur noch knapp über 500 mm, die
Durchschnittstemperatur liegt bei 13,5 Grad Celsius.
In der Zone Ribera Alta dominieren kalkhaltigen Böden geologischen Ursprungs aus dem Eozän und
Miozän - sieht man einemal von den wesentlich älteren Böden in den Flusstälern ab, die meist von sandiger, rötlicher
Erde bestimmt werden.
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Ribera Baja
Das Klima in der Ribera Baja ist das trockenste und heißeste innerhalb der fünf Subzonen. Hier werden jährlich Niederschläge in Höhe von etwa 450 mm gemessen, die
Durchschnittstemperatur erreicht 14 Grad Celcius. Milde Winter folgen auf heisse und trockene Sommer, Frühling und Herbst sind die niederschlagsreichsten Jahreszeiten.
Die meisten Böden in der Ribera Baja stammen ebenfalls aus dem Miozän, sind also geologisch gesehen,
junge Böden. Rötliches Grau beherrscht das Landschaftsbild südlich von Tudela, im Norden der
Ribera Baja herrscht dagegen ein kalkiges Rot vor.