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Rioja-Weine sind weltberühmt. Ihr außerordentlich hohes Alterungspotential, ihre Güte und Vielschichtigkeit haben dazu geführt, dass Rioja-Weine zur Riege der weltbesten Weine gehören. Die Rioja verfügt über eine Gesamtfläche von 63.500 Hektar mit hervorragenden natürlichen Voraussetzungen für den Anbau und die Herstellung von Qualitätsweinen.
Ständige Perfektionierung und Verfeinerung der Weinbereitung haben in Jahrzehnten dafür gesorgt, dass weltweit im Bewusstsein der Weinliebhaber die Rioja-Weine für Eleganz, Eigenständigkeit und Kontinuität stehen. Auch das weitsichtige Festhalten an die in der Rioja seit Jahrhunderten beheimateten Rebsorten gehört dazu.
Wer die Geschichte der Rioja erzählen will, braucht einen langen Atem. Denn sie reicht mehr als zweitausend Jahre zurück. Schon die Ureinwohner Spaniens, die Keltiberer, verstanden es, aus Trauben Wein zu keltern. Die Römer, die das Land im zweiten Jahrhundert vor Christus eroberten, taten es ihnen nach. Davon zeugen Keramikreste, Weinkeller und Zisternen in der Rioja Alavesa. Im 5. Jahrhundert wurden die Römer von den Westgoten vertrieben. Die neuen Landesherren zeigten wenig Sinn für die Freuden des Gaumens: die Produktion von Wein ging stark zurück.
Auch für die Mauren, die sich im 8. Jahrhundert benahe die gesamte Iberische Halbinsel Untertan machten, spielte der Rebbau eine Nebenrolle. Kein Wunder: Schließlich verbot ihnen ihre Religion den Genuss von Alkohol. Dennoch starb die Tradition der Weinbereitung in Spanien niemals gänzlich aus. Das beweisen Dokumente aus dem 12. und 13. Jahrhundert: In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1102 erkennt der christliche König Sancho, Herrscher des spanischen Königreichs Navarra, die Weine aus der Rioja rechtmäßig an. Im 13. Jahrhundert preist der Dichter Gonzalo de Berceo in seinen Versen den riojanischen Rebensaft.
Im Jahr 1492 eroberten die Spanier den letzten Flecken der Iberischen Halbinsel von den Mauren zurück. In der Rioja pflanzten Zisterziensermönche eine große Zahl von Rebstöcken. Die riojanischen Bauern folgten ihrem Beispiel. Bald entwickelte sich der Weinbau zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Region. Schon 1787 schlossen sich die Erzeuger zur Königlichen Gesellschaft der Winzer in der Rioja zusammen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts vernichtete die Reblaus im benachbarten Frankreich sämtliche Weinberge. Schlagartig stieg die Nachfrage nach spanischen Weinen. Französische Winzer und Kellermeister ließen sich in der Rioja nieder und errichteten moderne Kellereien im Bordeaux-Stil. Doch auch Spanien war nicht gegen die Plage gefeit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts suchte die Reblaus die riojanischen Weinberge heim. Wie zuvor die Franzosen standen die spanischen Winzer nun vor dem Nichts. Was tun? Die Weinbauern in der Rioja bauten ihre Produktion kurzerhand wieder auf - und zwar nach neuesten Erkenntnissen. Gleichzeitig entwickelten sie ein umfassendes Qualitätssicherungssystem. 1926 gründeten sie den ersten Consejo Regulador. Bis heute überwacht dieser unabhängige Kontrollrat die Einhaltung der Qualitätskriterien - vom Anbau bis zur Flaschenabfüllung.
So viel Innovation wurde belohnt: 1945 erhielt die Rioja den Status eines geschützten Ursprungsgebiets - Denominatión de Origien = D.O. Doch damit nicht genug: seit 1991 darf sich die Region gar als qualifiziertes, geschütztes Ursprungsgebiet bezeichnen - Denominatión de Origien Calfiicada = D.O.Ca. Bis vor kurzem war die Rioja die einzige D.O.Ca. in ganz Spanien.
Der Kontrollrat bestimmte 1993, dass alle Rioja-Weine ausschließlich in dem Produktionsgebiet selbst in Flaschen abgefüllt werden dürfen. Das schützt den Wein vor Fremdeinwirkungen und ist ein weiterer Qualitätsgarant.
| Jahrgangstabelle | |
| Jahr | Bewertung |
|---|---|
| 2008 | Sehr Gut |
| 2007 | Sehr Gut |
| 2006 | Sehr Gut |
| 2005 | Ausgezeichnet |
| 2004 | Ausgezeichnet |
| 2003 | Gut |
| 2002 | Gut |
| 2001 | sehr gut |