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Vater Florentino Martinez Monje, Mutter Maria José und die beiden Töchter Laura und Miren:
das sind die wichtigsten Personen bei Bodegas Luberri-Monje Amestoy. Gegründet wurde diese in der
Rioja Alavesa gelegene Familienkellerei im Jahre 1991, nachdem
Florentino Martinez zuvor lange Jahre für die Weinbereitung in anderen Kellereien, etwas bei Artadi,
zuständig war. Allerdings hatte das Ehepaar schon in den Jahren vor 1991 ausgesuchte Weinberge in der Gegend von Elciego erworben.
Heute verfügt Bodegas Luberri über 35 ha eigene Rebanlagen, die sich von den Ufern des Ebro bis hin zu den in Richtung der
Sierra Cantabria liegenden höheren Lagen erstrecken. Entsprechend hat man es mit
unterschiedlichen Böden zu tun: nahe des Ebro findet sich eher sandiges Erdreich, während die Reben in höheren Lagen in nährstoffarmen Ton- und Kalksteinböden wurzeln. Unabhängig
von der jeweiligen Lage werden die Erträge jederzeit niedrig gehalten, wobei die Behandlung der Böden auf das notwendige Minimum beschränkt bleibt.
Traditionelle Methode: Macération Carbonique
Weinmacher Florentino Martinez von Bodegas Luberri setzt sowohl bei der Herstellung seines Jungweines
Luberri als auch beim Seis de Luberri auf die in der Rioja Alavesa
traditionelle Methode der Macération Carbonique. Dieses
spezielle Verfahren der Rotweinherstellung kann man kurz - und gewiss ein wenig knapp - folgendermaßen erklären:
Üblicherweise werden bei der Rotweinbereitung die entrappten Trauben zunächst gemahlen; das Resultat dieses Prozesses, die Maische
(ein Gemisch aus Fruchtfleisch, Schalen, Saft und Traubenkernen), wird anschließend vergoren, d.h. der in ihr
enthaltene Zucker wird unter dem Einfluss entweder von natürlichen Hefen, die sich z.B. auf der Außenseite der Traubenschalen befinden, oder unter
Einsatz von Reinzuchthefen in Ethanol (Alkohol) und Kohlendioxid umgewandelt. Im Gegensatz dazu bleiben bei der Macération Carbonique
die Trauben intakt und ihre Außenhülle unverletzt. Die Gärung wird nicht von außen durch Hefen in Gang gesetzt, sondern findet unter der Einwirkung
traubeneigener Enzyme in der Beere selbst statt. Rotweine, die nach diesem Verfahren hergestellt werden, sind nicht nur erstaunlich fruchtig und duftig,
sie sind auch weniger tanninbetont als solche, die das Ergebnis der herkömmlichen Maischegärung sind.
Florentino Martinez Monje ist der Inhaber und Weinmacher von Bodegas Luberri, hier mit seiner Frau María José.
Bis zu 90 Jahre alt sind die Weinberge. Es wird von Hand geerntet, damit die Trauben möglichst schonend behandelt werden.
Bei Luberri kommt die tradtionelle Methode der Macération Carbonique zum Einsatz.
Nach der schonenden Pressung bleibt der sogenannte Sombrero übrig. Dieser "Tresterkuchen" wird weiterverarbeitet, es entstehen daraus Destillate.