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Ramón de Ayala hat das Handwerk des Weinmachens von Grund auf gelernt; neben seiner Tätigkeit als selbständiger Winzer ist er auch als Önologe für die Kontrollbehörde der Kontrollbehörde der D.O.Ca. Rioja tätig. In der eigenen Kellerei wird er von seinem Bruder Gonzalo unterstützt. Die Familie, die bereits seit vielen Generationen in dem Städtchen Briñas ansässig ist, geht inzwischen seit über 100 Jahren dem Handwerk des Weinbaus nach. Gegründet wurde die Bodega von Cornelius de Ayala und Manuela Ruiz de Corcuera bereits im 18. Jahrhundert.
Die Weinberge der Familie liegen in der Rioja Alta und der Rioja Alavesa und dehnen sich von den fruchtbaren Ebro-Ebenen bis hin zu den kantabrischen Bergen aus. Sie sind auf den Hochebenen bei Briñas, Haro, Labastida und Rodezno in ein gutes Dutzend bester Einzellagen aufgesplittet. Die Lehm- und kalkhaltigen Böden bieten ideale Voraussetzungen zur Produktion von Weinen mit herausragender Güte. Insgesamt 30 Hektar Rebfläche befinden sich im Besitz der Familienkellerei, die daher in der Lage ist, alle Weine aus eigenen Trauben herzustellen. Zu 80% wird die Tempranillo-Traube angebaut, der Rest entfällt auf Viura, Garnacha, Graciano und Mazuelo. Wie es in der Rioja Tradition ist, werden bei Ayala die Weine überwiegend als Cuvées mit einem Hauptanteil Tempranillo und kleineren Anteilen von Graciano, Garnacha und Mazuelo hergestellt, was ihnen einen besonders harmonischen Charakter verleiht.
In den 70er Jahren kreierte die Familie Ayala die Marke Viña Santurnia; ihre nachhaltige Etablierung auf dem Markt legte die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Um diese auch weiterhin zu sichern, wurde 1985 die ursprüngliche Bodega erweitert. Hierzu wurden die direkt aus dem Felsen gehauenen, jahrhundertealten Keller und die Beton-Fermentiertanks genutzt und auf eine Kapazität von 50,000 Liter erweitert. Die erneuerten Kellereianlagen bieten nicht nur Raum für die Lagerung von bis zu 500 Eichenholzfässern, sie beherbergen zudem noch eine unterirdische Abfüllanlage für 150.000 Flaschen.
Der Name ‘Santurnia’ steht nicht nur für einen Wein, eine Marke und ein Konzept; er bezeichnet ursprünglich auch einen Landstrich, in dem seit dem 10. Jahrhundert Wein
hergestellt wird. Bodegas Ramón de Ayala besitzt einen Anteil von 8 Hektar an der Lage ‘Santurnia’, bepflanzt mit alten Weinstöcken unterschiedlicher
Reben, die den Reservas und Gran Reservas
der Kellerei zu ihrer hervorragenden Qualität verhelfen.
Erstaunlich ist nicht nur die Qualität der Trauben, die diese Weingegend hervorbringt; erstaunlich ist auch ihr Name: ‘Santurnia’ bedeutet nämlich wörtlich übersetzt Geierquelle.
Und für Önologen wie Historiker gleichermaßen bemerkenswert ist ihre Geschichte - und die Geschichte, die sie erzählt. Denn zwar wurden in der Gegend von
Labastida rund 28 mittelalterliche Weinpressen gefunden, aber nur deren zwei nutzen ein historisch dokumentiertes Verfahren: eine davon ist die in
Santurnia, bei der es sich um eine sogenannte römische Presse bzw. Baumkelter handelt. Ihre Existenz gewährt Historikern Einblicke in die Lebensweise
der damaligen Bewohner, die sie mangels verfügbarer Dokumente auf keinem anderen Wege hätten erlangen können.
Man kann nur noch die Rudimente der Mauern im Ebro sehen. Mehr nicht. Die restlichen Steine haben sich wahrscheinlich die ehemaligen Anwohner zum Bauen ihrer Häuser geholt. Aber hier stand tatsächlich einmal eine so eindrucksvolle Brücke, dass man ihr den Namen Deobriga - die göttliche Brücke - gab. Der Ort befindet sich auf der ehemaligen römischen Marschroute zwischen Asturien und Aquitanien und ist deshalb so bedeutend, weil zum einen auf diesem Weg im Jahre 26 vor Christus 70.000 römische Soldaten in ihrem Kampf gegen aufständische Kantabrier versorgt wurden (die Kantabrier waren dazu übergegangen die Ernte einzuebnen und zwangen so die Römer, ihr Getreide andernorts zu beschaffen), und andererseits, weil heute in unmittelbarer Umgebung die über 50 Jahre alten Rebstöcke der Bodegas Ramón de Ayala Lete e Hijos wurzeln. Und die werden wiederum gebraucht für eine Selektion namens: Deobriga. Ausgehend davon, dass diese Ernte auch zukünftig nicht auf "kantabrische Art" eingeebnet wird, darf man sich auch alljährig auf einen modernen, nuancen- und extraktreichen Ausnahmewein freuen, den mit der beschriebenen Brücke eint, dass sich der Wert schon im Namen andeutet.
Inhaber und Weinmacher Ramón de Ayala
Ramón und Gonzalo de Ayala geben ein Geheimnis der Qualität ihrer Weine preis: eine schonen arbeitende Presse.
Beeindruckend sind die Ausgrabungen alter Weinpressen in Santurnia, die belegen, dass bereits im 10. Jahrhundert an der gleichen Stelle wie heute Wein angebaut wurde.
Familie Ayala beim Besichtigen einer ihrer Weinbergslagen
Bodegas Ayala wurde von Cornelius de Ayala und Manuela Ruiz de Corcuera bereits im 18. Jahrhundert gegündet und von seinem Enkel Tomas de Ayala weitergeführt. Der Enkel von Tomas ist Ramón de Ayala (1924), der die Winzertochter Flora Orive heiratete. Sie sind die Eltern der heutigen Inhaber.