Rund um den Weinwww.rioja-weinspezialist.dewww.rioja-weinspezialist.dewww.rioja-weinspezialist.de
MERKZETTEL >> Anmelden >>
 
Warenkorb anzeigen und zur Kasse
KASSE UND WARENKORB >>


Ihr Warenkorb enthält
0 Artikel
Gesamtpreis 0,00 €

Home » Wissenswertes über Wein » Sensorik » Sehen

Haupt-Navigation

WEIN-SHOP

Rund um den WEIN

Service-Angebot

Über uns

Schritt 1: Das Sehen


Auf dieser Seite erfahren Sie Folgendes:


Auf weiteren Seiten:

 

Die Bedeutung des Sehens bei der Weinverkostung

Von Annäherung soll die Rede sein, und die beginnt natürlich mit der distanziertesten Form der Wahrnehmung, der visuellen. Diesbezüglich lässt sich sogleich Befremdliches notieren: Bei so manchem Weintrinker findet mit jedem Glas eine "Blindverkostung" statt - der Wein wird kaum eines flüchtigen Blickes gewürdigt. Ein Fehler, denn gerade das Betrachten des Weines kann erste Aufschlüsse zur Entschlüsselung von Qualitätsmerkmalen geben. Solche Aufschlüsse über die Klarheit, den Farbton und die Viskosität des Weines erhält man, indem man das zu einem Drittel gefüllte Glas vor einem weißen Hintergrund gegen das Licht hält. Ideal wäre übrigens - und wann trinken Sie Wein? - Tageslicht.

Klarheitzum Seitenanfang

Im erwünschten Fall gibt sich in diesem Licht ein gesunder Wein die Ehre, den Sie als solchen an seiner ansprechenden, von funkelnden Reflexen an der Oberfläche begleiteten Klarheit erkennen können (Ausnahmen bilden unfiltrierte Weine, deren Farbintensität tiefer und deren Oberfläche etwas stumpfer ist). Trübungen können durch mikrobielle Verunreinigungen entstehen. Das freilich ist eher selten der Fall und würde sich auch durch die entsprechenden negativen Auswirkungen auf Geruch und Geschmack bemerkbar machen. Dies zu erkennen, ist so einfach wie unerquicklich, die erforderliche Handlung zu ergreifen, erfordert Entschlossenheit und Charakterstärke: Kippen Sie das Zeug in den Ausguss! Danach kaufen Sie ihren nächsten Wein einfach bei uns ein.
Keinen Grund zur Beunruhigung stellt dagegen die Depotbildung dar, bei der es sich um Verbindungen von Tannin und anderen Weininhaltsstoffen handelt. In einem solchen Fall ist es angebracht, den Wein zu dekantieren, d.h. ihn durch Umgießen in ein anderes Gefäß vom Bodensatz zu trennen. Auch Weinstein kann als kristalliner Bodensatz anfallen. Das ist ein normaler Vorgang, der durch Kühlung hervorgerufen wird, aber keine geruchliche oder geschmackliche Beeinträchtigung darstellt.

Farbezum Seitenanfang

Hat man sich von der Klarheit des Weines überzeugt, gilt der nächste Blick seiner Farbe. Die Farbe eines Rotweines bestimmen zu wollen, scheint nun zunächst herzlich überflüssig zu sein, ein Zeitvertreib für Pedanten. Stimmt nicht, denn auch hier lässt sich sinnvoll differenzieren, da die verschiedenen Farbnuancen als Indikator für das Alter des Weines dienen können. Als Faustregel gilt: Je violetter und dichter die Farbe, desto jünger ist der Wein. Bei fortschreitender Alterung verändert sich die Farbe von violett über ziegelrot hin zu bräunlichen Tönen. Ein sehr ausgeprägtes Braun mahnt zur Vorsicht: es kann darauf hinweisen, dass der Wein seinen Reifehöhepunkt bereits überschritten hat und oxidiert ist. Das würden Sie aber spätestens auch dann merken, wenn Sie an dem Wein riechen. Bei älteren Weinen hellen sich zudem die Randzonen auf, d.h. die Farbe wird zum Glasrand hin transparenter. Der Rand bei jüngeren Weißweinen ist in der Regel grünlich bis hellgelb und wird mit zunehmendem Alter bernsteinfarben. Mit etwas Übung und entsprechender Erfahrung kann man bei genauer Beobachtung sogar erste Rückschlüsse von der Farbe auf die Rebsorte ziehen. Hat man noch nicht so viel Übung, hilft bei der Bestimmung der Rebsorte bisweilen auch ein Blick auf das Rückenetikett.

Viskositätzum Seitenanfang

Die Viskosität von Weinen prüft man, indem man das Glas leicht schräg ankippt und dann beobachtet, wie der Wein an der Glaswand zurückfließt. Wenn Sie das Ankippen übertreiben, können Sie die Fließeigenschaften alternativ auch auf Ihrer Kleidung beobachten. Gehaltvolle Tropfen lassen sich mit dem Zurückfließen etwas mehr Zeit, der Wein breitet sich weiter aus und bleibt länger an der Innenseite des Glases haften. Gelegentlich ist bei der Beschreibung dieses Vorgangs von "Kirchenfenstern" die Rede (oder schlicht von "Fenstern" oder "Tränen"). Das bezieht sich auf die spezielle Form des Zurückfließens. Dass diese Form in jedem Falle auf einen besonders hochwertigen Wein schließen lassen könnte, ist jedoch nicht mehr als ein Gerücht, das so zählebig ist wie die "Kirchenfenster" gehaltvoller Weine.

Wein betrachten lohnt sich


Der Weinmacher Amador Escudero aus der Rioja

Das Betrachten von Wein kann bereits erste Informationen zur Entschlüsselung von Qualitätsmerkmalen geben. Hier im Bild der Weinmacher Amador Escudero, Inhaber von Bodegas Escudero und Valsacro in der Rioja.