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Durchquert man die Pyrenäen von Frankreich kommend in Richtung Süden, so erreicht man bald das Tal des Ebro, der Nordspanien in südöstlicher Richtung bis hin zum Mittelmeer durchfließt. Am Mittellauf des Ebro, ca. 50 Kilometer südlich von Pamplona, liegt eine der bekanntesten Regionen der Welt: die Rioja. Die Region verdankt ihren Namen dem Rio Oja, einem der 7 Nebenflüsse des Ebro. Rioja erstreckt sich über die drei Provinzen Rioja, Alava und Navarra. Das Weinanbaugebiet Rioja ist wiederum in drei Subzonen unterteilt. Die Rioja Alta und die Rioja Alavesa liegen im Westen, die Rioja Baja im Osten des Anbaugebiets.
Das Anbaugebiet Rioja erstreckt sich entlang des Ebro über ein Fläche von 40 mal 100 Kilometer. Eingebettet zwischen den kantabrischen Bergen im Norden und der Sierra de la Demanda im Süden. Die D.O.Ca. Rioja reicht über die Grenzen der autonomen Region La Rioja bis nach der Navarra und ins Baskenland. Das Anbaugebiet umfasst drei Lagen (Klimazonen) und die Weinberge erstrecken sich auf ca. 63.500 Hektar mit unterschiedlichen Höhenlagen von 350 bis 700 Höhenmeter.
Obwohl die Rioja ein eher kleines Weinanbaugebiet ist, gibt es doch verschiedene Bodenarten. Es lassen sich drei Bodentypen unterscheiden, die anhand ihrer Bodenfarbe sehr leicht zu unterscheiden sind:
| Bodentyp | Fläche | Bodenbeschaffenheit |
|---|---|---|
| Ton-kalkhaltige Böden | 25% | Terassen Struktur, kleine Parzellen |
| Ton-Eisenhaltige Böden | 25% | Hänge, rötlicher, tiefer, harter Boden |
| Alluviale Böden | 50% | Ebener, tiefer Boden mit Sand, Kies und Rollsteinen. Große Parzellen. |
Die Winter in der Rioja sind kalt und die Sommer warm, jedoch selten richtig heiß,
Niederschlag fällt nur mäßig. Mit dem Absinken des Geländes von West nach Ost, Haro
im Westen liegt etwa 480 Meter über dem Meeresspiegel, Alfaro im Osten nur noch
280 Meter, ändert sich auch das Klima. In Haro betragen die Niederschläge etwa
500mm im Jahr bei fast 2000 Sonnenscheinstunden, während in der
Rioja Baja nur 290mm Niederschlag fallen und die
Sonne fast 3000 Stunden scheint. Als Folge davon beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur in
Haro 12,7 Grad Celcius und in Alfaro 14,4 Grad Celcius.
Das mittig
gelegene Logroño bringt es auf 13,1 Grad Celcius.
Wind bzw. die Windrichtung hat einen entscheidenden Einfluss auf das Klima und somit auf die Qualitäten der einzelnen Jahrgänge. Herrscht während einer Vegetationsperiode vorwiegend Wind vom Atlantischen Ozean, der kühle, feuchte Meeresluft aus dem Nordwesten bringt, so entstehen meist große Rioja-Jahrgänge. Mittelmeer-Winde aus dem Südosten bringen Trockenheit und Hitze in das Landesinnere und bewirken mäßige Jahrgänge.
Man kann sagen, dass im westlichen Teil der Rioja ein halbfeuchtes und im östlichen Teil ein halbtrockenes Klima herrscht. In der Praxis bedeutet dies, dass es in der Rioja Alta und Alavesa weniger heiße und trockene Sommer gibt als in der Rioja Baja und kältere Winter, sogar mit Eis und Schnee. Daher besteht in der Rioja Alta und Alavesa auch die Gefahr von Frühjahrs- und Herbstfrösten. In der Rioja Baja dagegen hat man es eher mit Trockenheit und zu großer Hitze zu tun.
In der Rioja Baja macht sich der Einfluss des mediterranen Klimas bemerkbar.
Zu Beginn des Frühjahrs, wenn die Weinstöcke in der ersten Blüte stehen, wird das Klima durch
warme Ostwinde und hohe Temperaturen bestimmt. Heiße und sonnenreiche Sommer mit kühlen Brisen
in den Nächten folgen. Der Herbst wird durch milde Temperaturen gekennzeichnet. Es kommt zu
Spätfrösten und im Winter zu gelegentlichen Schneefällen.
Durchschnittstemperaturen liegen über denen der westlichen Gebiete. Es gibt gelegentlich
Schäden durch den trocken-heißen Solano-Wind.
Die Rioja ist in drei Subzonen aufgeteilt, jede Zone hat ein eigenes Mikroklima